Vorbei an Brijuni

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Samstag 24.09.2016
45°01,30 N  013°42,47 E     Log 2559,5  15,7 sm    Ankern 5m Sand
Festland, Bucht Sv. Pavao Luft 24°  W 22°      Betr. Std. 437,2 

Bevor wir losfahren noch ein paar Bilder von Stoja.

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Dieses Gebäude hat auch schon bessere Tage gesehen. Ob das früher mal ein Badeort war und die vielen kleinen Kabinen zum Umziehen gedacht waren?

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Wolfgang hat vom Wasser aus, mal wieder ein aktuelles Foto von unserer Samoa gemacht.

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Heute soll es noch ein Stückchen weiter in den Norden gehen.
Ganz schön viel los heute auf dem Wasser.

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Nach Pula kommen wir zu den Brijuni-Inseln. Der größte Teil ist Naturschutzgebiet und darf nur von Ausflugsbooten befahren werden. Die beiden Anlege, beziehungsweise Ankermöglichkeiten in Briujni und der Bucht Mikula auf Mali Bijun erscheinen uns preislich nicht ganz angemessen, deshalb belassen wir es dabei und segeln nur vorbei. Aus der Entfernung sieht alles sehr gepflegt aus.

Beim Segeln geht es heute ziemlich zügig voran, nur der Wind weiß nicht so recht was er will, dauernd wechselt er seine Richtung. Was für mich viel Arbeit bedeutet. Wenden, wenden und nochmal wenden.

Letztendlich kommen wir bei Wind in der heute morgen ausgewählten Bucht an. Diese ist sehr schön, aber leider ist unendlich viel Wasser als Badebereich abgeteilt worden und für unseren Geschmack bei dem Wind und Welle nicht der optimale Ankerplatz. Deshalb wird kurz entschlossen eine Bucht weitergefahren. Sv. Pavao ist eine sehr großzügige Bucht und wir finden trotz des Windes eine gute Ankermöglichkeit. Auch hier ist so ziemlich das ganze Areal Campingplatz, sieht aber recht gemütlich aus.

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Auf nur 5m Wassertiefe vergräbt sich unser Anker im Sand, was der Käpten später kontrolliert hat.
Wassertemperatur 21,7°. Die 0,3° die wir gestern mehr hatten merke ich sehr deutlich und belasse meinen Badespaß mit einmal um das Boot schwimmen.

Gegen Abend lässt der Wind merklich nach.

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Delfine in der Bucht

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Freitag 23.09.2016
44°51,58 N  013°49,11 E     Log 2543,8  4,2 sm    Ankern 10m Sand
Festland, Bucht Stoja Luft 23°  W 22°      Betr. Std. 436,4   

Unser Vorhaben, südlicher in eine Bucht und dann weiter über den Kvarner, haben wir verworfen. Denn die Nächte werden jetzt doch schon merklich kühler und wir haben schon ein paar mal unser Heizöfelchen angemacht. Mit Landstrom überhaupt kein Problem, aber draußen auf dem Wasser müssen wir mit dem Strom haushalten.

Aber rausfahren wollten wir trotzdem noch mal, denn das Wetter ist herrlich. Deshalb haben wir uns entschlossen, nicht sehr weit, eigentlich nur um die Ecke in die Bucht Stoja zu fahren, in der wir noch nie gewesen waren, weil sie zu nahe an unserem Hafen ist.
Da wollen wir für eine Nacht bleiben und testen wie wir mit dem Klima zurechtkommen und gegen die eventuell zu erwartenden starken Böen sollten wir auch geschützt sein.
Sollte es so kalt sein, dass wir die ganze Nacht kuscheln müssten um schlafen zu können, werden wir für die restlichen Tage immer nur Tagesausflüge machen und am Abend zu unserem Steg zurückkehren. Da gibt es dann wieder Heizung.
Stress machen wir uns keinen, deshalb fahren wir noch mal zum einkaufen.

Dann ergänzen wir noch unseren Wasservorrat. Das möchte ich immer so haben, das beruhigt meine Nerven und dann kann es losgehen.

Da die Bucht recht schnell erreicht wäre, segeln wir einfach vorab ein Stückchen weiter, wäre ja auch zu schade zu bald anzukommen bei diesem traumhaften Wetter.

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So könnten wir bis ans Ende der Welt segeln.
Am frühen Nachmittag steuern wir dann doch die Bucht an.
Es ist eine riesige Badebucht. Auf der westlichen Seite erstreckt sich gut hinter Bäumen versteckt ein Campingplatz. Auf der östlichen Seite, ist eine Straße und viele kleine Häuser und kleine „Schrebergärten“ die zu Pula gehören. An der gesamten Länge hat man die Möglichkeit über Treppen ans Ufer zu gelangen und sich ein Plätzchen zum Sonnenbaden zu suchen. Und im südöstlichen Bereich sind Hotels angesiedelt.
Jetzt, ende September sind nicht mehr viele Touristen hier, aber viele Einheimische nutzen nach der Arbeit noch mal die Gelegenheit für ein kurzes Bad im Meer. Auch viele ältere Menschen nutzen noch das schöne Wetter am Strand.
Wolfgang geht natürlich gleich Anker suchen. Ob ich ins Wasser gehe weiß ich noch nicht. 22° sind doch schon ein bisschen frisch. Der Fußwassertest hat mich dann doch überzeugt baden zu gehen. Bin ich froh dass ich rein bin, denn das Wasser ist überragend.
Nun kommt das kulinarische, Wolfgang schürt den Grill an.

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Danach einfach nur im Cockpit sitzen und die Seele baumeln lassen. Die Menschen scheinen hier mehr Zeit zu haben als zuhause. Ältere sitzen auf Bänken und unterhalten sich und die Jungen sprechen auch noch normal miteinander, also quasi analog. Das sind alles keine Touristen sondern Einheimische.
Es gibt einfach rund um uns herum viel zu sehen.
Was für ein schöner gelungener Tag.

Die Krönung kam aber erst noch als ich mir mit dem Fernglas das Ufer ansah. Die Sonne war schon fast versunken, da war es, als würde dicht unter der Wasseroberfläche irgend etwas geschoben. Dann plötzlich tauchten zwei Delfine auf. Sie waren nicht weit von unserm Boot entfernt. So weit hinten in einer Bucht sind sie wohl eher selten zu finden.
Bis wir unseren Fotoapparat zur Hand hatten, waren die Glücksbringer schon wieder auf den Weg zum offen Meer.

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Gefreut haben wir uns trotzdem.

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Durchblick

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Donnerstag 22.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg
Marina Veruda  Luft 23°  W 22,5°      Betr. Std. 435,4   

Jetzt sind wir schon fast eine Woche hier und unserem Josef seine ANKA liegt immer noch am Steg vor uns. Kurz nach 8:00 Uhr sehe ich das erste mal dass Leute vom Service kommen. Sie springen, um nicht zu sagen trampeln auf das Boot, starten den Motor und geben kräftig Gas. Dann läuft er eine Weile. Was die Leute vom Service weiter machen wissen wir nicht, nur soviel dass sie nach etwa einer Stunde wieder weg waren. Bleibt nur zu hoffen dass sie endlich den Fehler gefunden haben.

Bei uns macht sich Wolfgang gleich nach dem Frühstück auf zum Service und besorgt einen Impeller. Ohne ihn können wir morgen nicht losfahren. Nachdem er ihn eingebaut hat, wird der Motor kurz zum Test gestartet, alles bestens, der schnurrt wie ein Kätzchen.
Dann darf Wolfgang in meiner Pantry ein rundes Loch eckig feilen für meine Ölflasche.
Wir haben vier schmale Fächer für Weinflaschen, die keiner braucht, aber meine eckige Ölflasche passt nirgends rein.
Ich bin ja auch nicht untätig und reinige einstweilen den Loggeber vom Schiff. Bis dann alles wieder gesäubert ist dauert es auch wieder ein Weilchen.

Mittlerweile ist es Nachmittag und wie versprochen kommt unser Segelmacher und hat alles dabei. Die Vorsegelpersenning hat er nachgenächt und gleich auch noch ein paar Streifen aufgenäht, wo der Stoff von der Leine durchgescheuert war. Er meint wir sollen sie vorsichtig behandeln, denn das Material ist schon sehr zerschlissen und wird wohl nicht mehr allzulange halten.
Unser Spayhood ist top geworden, mit den neuen Scheiben, dem neuen Reißverschluss und den erneuerten Klettbändern.

Nachdem der Segelmacher weg ist, machen wir uns gleich dran, die alte Plane wieder zu entfernen und unser Sprayhood aufzubauen. Jetzt haben wir wieder den vollen Durchblick. Genial diese Aussicht nach vorne.

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Nach dem Abendessen spazieren wir mal wieder vor zum Trockendock um zu sehen ob es war interessantes zu sehen gibt.
Da stehen viele Schiffe zum Verkauf an, die kleine Isabella aber nicht.

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Ölwechsel

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Mittwoch 21.09.2016  

44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg

Marina Veruda  Luft 23°  W 22,5°      Betr. Std. 435,4   

Heute kommt der Segelmacher genauso zeitig wie gestern. Nimmt das Sprayhood mit und ist genauso schnell wieder verschwunden wie er gekommen ist. Morgen Nachmittag soll es fertig sein.

Was für ein Glück, dass wir unsere schön, hässliche Plane über unser Boot gespannt haben, denn es herrscht recht ordentlicher NO Wind und so sind wir doch recht gut geschützt.

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Gegenüber am Steg wird vom Bootsmannstuhl aus an der Want und an der Saling gearbeitet. So was möchte Wolfgang auch mal machen, aber ich bin dagegen.

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Da wir sonst nicht viel machen können, ziehen wir eben unseren Ölwechsel vor, den wir eigentlich erst für nächste Woche geplant hatten.

Diesmal saugt Wolfgang das Öl direkt über das vorgesehene Absaugrohr aus dem Motor und nicht wie die sonst über einen sehr dünnen Schlauch durch das Rohr vom Ölmessstab. Früher waren wir da jedes mal fix und alle, aber heute ging das verdammt schnell. Der Ölfilter war auch schnell gewechselt und die Altölentsorgung kein Problem, da wir ja direkt gegenüber von unserem Steg ein großes Altölfass zur Verfügung haben.

Neues Öl eingefüllt und fertig. Den Wasserabscheider vom Dieselfilter haben wir auch abgelassen, war aber kein Wasser drin, hätte aber sein können. Da wir so schön bei den Kontrollen waren, wollte Wolfgang noch die Seewasserpumpe zerlegen, aber unser Impeller lies sich ganz schön betteln, bis Wolfgang ihn herausnehmen konnte.

Bei der Kontrolle findet Wolfgang viele kleine Haarrisse. Den möchten wir nicht mehr einbauen. Also holen wir unsere Ersatzteilkiste unter dem Gästebett hervor und sehen mal nach wie unser Ersatzimpeller aussieht. Für einen schnell notwendigen Ersatz taugt er noch, aber zum Neueinbau wollen wir uns morgen lieber einen Neuen im Service besorgen. Also erst mal Stillstand.

Ansonsten haben wir heute nichts besonderes gemacht, haben den Tag aber auch herum gebracht und der war gar nicht mal so schlecht.

Das heißt am Abend hat Wolfgang noch das Bedürfnis den Deckel der Seewasserpumpe von Korrosion frei zu kratzen und ihn wie neu erscheinen zu lassen.

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Die Gottesanbeterin

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Dienstag 20.09.2016  

44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg

Marina Veruda  Luft 25°  W 22,5°      Betr. Std. 435,4   

Pünktlich um 9:00 Uhr ist jemand vom Segelmacher da. Wir klären alle Details und zum Schluss sind wir so verblieben, dass er jetzt die Persenning fürs Vorsegel zum Nachnähen mitnimmt und morgen das Sprayhood abholt. Da werden aber auch nur die Fenster, der Reißverschluss und Klettbänder erneuert.

Anschließend schraubt Wolfgang sein selbstgebautes Kästchen für Kleinteile an den Naviplatz.

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Das sieht so gut aus, als wäre es ein Originalteil und schon immer am Schiff verbaut.

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Später gehen wir los um was zu erledigen. Vorne am Steg treffen wir Stefano, der gerade das Schiff von den Erdingern verlässt. Vermutlich hat er hier einen Auftrag bekommen. Uns fragt er gleich, ob bei unserem Boot noch alles bestens ist. Ja, wir sind noch sehr zufrieden.

Dann geht es als erstes zur Post, die Karte für Isabella in den Postkasten werfen, sonst sind wir früher zuhause als die Karte.

Als nächstes fahren wir mal wieder zur Ölmühle. Die Oliven von diesem Jahr sind noch nicht geerntet, aber wir haben Glück und bekommen noch Öl vom letzten Jahr, das sehr lecker schmeckt, denn davon haben wir ja schon welches gekauft. Diesmal müssen wir zu den größeren Tanks. Unsere mitgebrachten Flaschen vom letzten Mal, die wir gut gesäubert haben können wir dafür verwenden. Das ist gut für Geldbeutel und Umwelt.

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Unser flüssiges Gold wird direkt eingefüllt.

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Wieder am Auto, sitzt auf dem Dach über meiner Tür eine braune Gottesanbeterin. Vielleicht ist es aber auch ein außerirdisches Wesen. Denn als ich es Fotografieren wollte, hob dieses Tier seine vorderen, großen, dicken Fangbeine in die Luft, drehte ganz langsam seinen Kopf mit seinen riesigen Augen und langen Fühlern in meine Richtung und verharrte graziös. So konnte ich in aller Ruhe Fotos machen, selbst als ich mit dem Fotoapparat bis auf 10cm ran ging, blieb es noch immer regungslos sitzen.

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Nach dem Fotoshooting stieg ich vorsichtig ins Auto und wir fuhren langsam los. Da sah ich dieses seltsame Wesen vom Dach weg fliegen.

Man kann doch immer wieder seltenes entdecken, man muss nur mit offenen Augen durch diese wunderbare Welt gehen.

Nach unserer Siesta auf dem Boot überkommt uns das Bedürfnis ein Eis zu essen. Das holen wir uns in Pjescana Uvala im Skusa. Lange hat das Lokal auch nicht mehr geöffnet und dann gibt es nur noch Eis am Stiel. Wir genießen es am Strand in der warmen Sonne und schauen den wenigen Badegästen im Wasser zu. Unter den Wasserratten ist ein kleiner Junge, der noch nicht mal alleine laufen kann, aber immer wieder ins doch etwas frische Wasser möchte. Also setzt ihn seine Mutter ins Meer und der kleine Junge hat eine riesige Freude daran.

Jetzt fällt uns ein, dass wir unsere alte Winterplane noch auf dem Boot haben müssten und wir sie anstelle des Sprayhoods, vorübergehend als Schutz über den Großbaum hängen könnten. Da sollten wir uns jetzt aber sputen, bevor es dunkel wird.

Plötzlich summt es über unseren Köpfen und wir blicken nach oben in den Himmel. Dort oben schwirrt eine Drone herum. Mal sehen wo sie hinfliegt. Sie fliegt den selben Weg , den wir laufen. Auf der Straße ganz in der Nähe von unserem Schiff steht ein junger Mann mit seiner Fernsteuerung der sie kontrolliert.

Als wir an Bord sind, holen wir die Plane unter unserer Koje hervor, montieren das Sprayhood ab und befestigen wie geplant das alte Teil am Baum und binden es fest. Schön sieht es nicht aus aber dafür hässlich. Naja, immer noch besser als gar nichts über dem Niedergang zu haben.

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Ein Platz für Tanja

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Montag 19.09.2016  

44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg

Marina Veruda  Luft 24°      Betr. Std. 435,4   

Im strömenden Regen verließen wir gestern unser Zuhause in Deutschland. Dieser Regen verfolgte uns noch weit bis ins Innere von Österreich.  Danach wurde es besser und als wir aus dem Karawankentunnel auf der slowenischen Seite raus fuhren, hatten wir über 20° und Sonnenschein. Ich hatte schon befürchtet meine Sonnenbrille liegt nur zur Zierde im Auto.

Bei unserer Ankunft um 19:00 Uhr in der Marina war es auch noch schön warm.
An unserem Steg liegen zwei neue Boote. Jetzt ist der Steg auf beiden Seiten belegt.
Wie immer war dann noch auspacken und einräumen angesagt. Danach gab es noch ein Anlegebier und anschließend ging es ab in die Koje.

Als ich heute Morgen aufstand, schien die Sonne.
Der Käpten schlief noch als ich mich aufmachte um Brot zu kaufen.

Da entdeckte ich, dass es Tanja ist, die schräg gegenüber von uns als neues Boot am Steg liegt.

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Was für ein herrlicher Morgen.

Meine Aufgabe war es heute, die Gästekabine wieder so umzuräumen, dass wir sie wie gehabt als Stauraum nutzen können.

Wolfgang wollte unterdessen die Ankerwinde etwas versetzen, damit die Kette besser drüber läuft. Als er die Schrauben löste und sie herausnehmen wollte ging es nicht, weil die Kabel zu kurz sind. Um die Kabel abzuklemmen, müsste die Abdeckung abgenommen werden. Das geht aber nicht, weil der Platz dahinter nicht reicht und die Winde dazu erst ausgebaut sein müsste. Also ein typisches Henne-Ei- Problem.
Das bedeutet wir bekommen evtl. ein Problem, wenn mal der Motor von der Ankerwinsch kaputt gehen sollte. Etwas ratlos beendete er erst mal sein Vorhaben, die Ankerkette etwas gerader über die Nuss laufen zu lassen.

Unser nächstes Thema, war unser Sprayhood. Sollen wir es reparieren lassen oder kaufen wir uns ein neues und welchen Segelmacher wollen wir damit beauftragen? Unseren Gardi oder Sebel, von dem einige unserer Bootsnachbarn ihr Schiff bestücken ließen.

Wir laufen am Steg auf und ab und begutachten die Arbeiten von Sebel. Danach beratschlagen wir uns und sind uns einig, wir beauftragen wieder unseren Refko von Gardi Sail.
Unsere Vorsegelpersenning muss auch dringendst nachgenäht werden.
Wolfgang ruft den Segelmacher gleich an und dieser sagt, dass er Morgen um 9:00 Uhr kommen will.

Beim Begutachten der Schiffe am Steg, ist mir aufgefallen, dass das zweite neue Boot, ein kleineres Motorboot deutlich kleiner ist als seine unmittelbaren Nachbarn und auf der einen Seite ein Fender sehr ungünstig angebracht ist. Deshalb geht Wolfgang von der Samoa aus auf die Mistral

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und platziert den Fender weiter hinten, dass bei Wind kein Schaden an den Schiffen entstehen kann.

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Später entdeckt er noch ein seltsames Wassergefährt. Sieht irgendwie aus, wie der lange Schwimmsteg, der heute Nachmittag vorbei geschleppt wurde. Nur viel kleiner und mit einer Steuersäule. So was haben wir auch noch nicht gesehen.

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Den ganzen Tag über gab es mehr oder weniger Wolken. Als es mal mehr waren, quetschte sich ein Stückchen Regenbogen durch das Grau und brachte somit ein bisschen Farbe in den Himmel.

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Es dauerte nicht mehr lange und die Sonne ließ den Himmel im Westen für einen kurzen Moment erröten, bevor sie unterging.

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Alle an Bord können schwimmen

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Dienstag 16.08.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  0 sm     Steg
Marina Veruda  Luft 30°  W 27°      Betr. Std. 435,4   

Der Käpten und John brachten als erstes unsere Wäsche gleich um 8:00 Uhr zu Kristina zum Waschen, damit wir sie heute Nachmittag wieder bekommen. Anschließend gingen sie noch Brot kaufen.

Als sie zurück waren, erzählten sie uns dass am Steg zwei ein Segelboot ausgebrannt ist und der Steg abgesperrt ist. Die Polizei ist auch noch dort.

Da unser letzter Tag angebrochen ist, bedeutet das Sachen einpacken und Boot von innen reinigen. Uns läuft das Wasser bis in die Unterhose, vom Schwitzen.
Opa kontrolliert alles am Schiff von außen.
Das ganze nimmt den halben Tag in Anspruch.

Jetzt endlich ist es soweit, wir gehen noch ein letztes Mal in den Pool, darauf hat Isabella schon lange gewartet. Das Wasser erscheint uns heute etwas wärmer hier. Wieder ist Isabella ohne Schwimmcoach und legt auch gleich los. Sie schwimmt und schwimmt und schwimmt. Auf einmal kann sie eine gute Strecke zurücklegen. Mit atmen beim Schwimmen, mal hat sie den Kopf über, mal unter Wasser. Legt sich auf den Bauch, oder den Rücken und lässt sich treiben. Sie freut sich und meint: “Jetzt können alle an Bord schwimmen“. Wie jeden Tag möchte sie auch heute nicht aus dem Wasser und will nur noch schwimmen, seit es gut vorwärts geht. Aber leider geht auch dieses Badevergnügen zu ende.
Nach dem Duschen machen wir uns landfein und gehen ins Volaria essen.

Zwei mal Grillteller und ein mal Schnitzel für Isabella.

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Die hat jetzt ihren Reiseproviant für Morgen gleich mitbekommen.

Da wir uns nach so einem reichlichen Essen noch bewegen wollten, gingen wir spazieren, Richtung Strand.
Jetzt wollten wir mal sehen ob wir einen Blick auf das ausgebrannte Schiff ergattern können.
Der zweite Steg ist nicht mehr abgesperrt. Da gehen wir natürlich mal schauen.
Am äußersten Ende vom Steg liegt die 47 Fuß große verkohlte Yacht. Das arme Schiff wirkt ziemlich schrottreif. Ob die wohl noch mal in Stand gesetzt werden kann?

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Zum Glück ist an den Nachbarbooten nichts weiter passiert. Ob sie allerdings hier ausgebrannt ist, oder ob sie hierher geschleppt wurde wissen wir nicht. Die Crews auf den Nachbarbooten werden wohl noch länger mit dem Brandgeruch leben müssen.

Wir setzen jetzt unseren Weg fort.

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Isabella macht wieder Fitnesstraining an den Sportgeräten

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und geht noch mal auf eine große Rutsche, bevor wir uns im Skuza alle noch ein Eis kaufen.

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Danach geht es zurück zum Schiff. Es ist sehr schwül heute. In der Ferne rumpelt es schon. Möglicherweise gibt es noch ein Gewitter.

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Schwimmtraining in den Pool verlegt

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Montag 15.08.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2539,6  3,9 sm     Steg
Marina Veruda  Luft 28°  W 27°      Betr. Std. 435,4   

Heute schwimmen wir das letzte Mal um das Schiff, dann heißt es Anker auf und Isabella darf vorerst ein letztes Mal Kapitän sein und das Schiff steuern.

Vor lauter schauen, denn es ist wieder viel los auf dem Meer, haben wir doch glatt die Hafeneinfahrt verpasst und wir müssen umdrehen.
Dort ankert mittendrin die „Lola“ ein großes Motorboot aus Malta.
Als wir am Transit-Steg vorbeifahren, will uns die Marina Aufsicht mit dem Megafon zurückbeordern, doch wir fahren weiter. Dann schaut sie uns mit dem Fernglas hinterher und weiß jetzt hoffentlich dass wir hierher gehören.

Am Steg steht allerdings diesmal niemand um uns zu helfen, wir haben aber trotzdem wie alte Seebären angelegt.

Als nächstes schrubben Wolfgang und ich das Deck, damit das Salz vom Schiff kommt. John paddelt unterdessen das Dinghi an den Steg und hievt es mit Nici raus. Später befreit er und  Wolfgang auch dieses vom Salz und Dreck.

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Wir drei Mädels wischen das restliche Wasser aus dem Cockpit.

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So beim Arbeiten kommt dann langsam der Hunger und wir essen heute mal Bratheringe, die wir nicht geangelt, sondern aus den tiefen der Bodenschaps hervorgeholt haben. Etwas später meint dann klein Isabella es ist so heiß, können wir nicht schwimmen gehen.

Das können wir und zwar gerne, denn eine Abkühlung ist zwingend notwendig.

Im Pool sind nur wenig Leute, die meisten sind draußen auf dem Meer bei diesem schönen Wetter und Isabella hat viel Platz um im ganzen Pool herumzuschwimmen. Sie wird immer besser. Sie hat nicht mal ihren Schwimmcoach an. Immer größer werden ihre Strecken die sie halb Tauchend zurücklegen kann. Sie ist sehr eifrig und mit Freude bei der Sache.

Zwischendurch gehen wir mal wieder aufs Schiff und Opa zieht mit John die Persenning vom Vorsegel hoch, das heißt hochgezogen hat sie Nici. Die hat auch die Schoten aufgeschossen.

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Das macht ihr Spaß, seit sie es kann. Den Flaggenapell machen dann wieder Wolfgang und John.

Anschließend gehen wir noch mal Schwimmen, denn wir haben es Isabella versprochen. Wieder ist sie eifrig am Schwimmen.

Plötzlich hören wir Feuerwehrsirenen auf der gegenüberliegenden Seite von Veruda. Man konnte die Feuerwehrautos vom Pool aus sehen. Doch als sie plötzlich bei uns am Pool in Begleitung von Polizei vorbei fuhren, waren wir schon etwas irritiert. Vielleicht kürzen sie ja den Weg nach Pjescana Uvala ab.
Nach Isabellas Schwimmkurs geht es ab unter die Dusche.
Später sagt uns Opa dass er die Feuerwehr vom Schiff aus gesehen hat und sie vorne beim Marinabüro sein könnte, doch genaues wissen wir noch nicht.

Unser Abendessen nehmen wir wieder im Cockpit ein, genauso wie unser Anlegebier.

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Unsere kleine Wasserratte

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Sonntag 14.08.2016
44°49,14 N  013°52,07 E     Log 2535,7   10,1sm     Ankern 4 m Schlamm
Festland Banjole Bucht Paltana   Luft 24°  W 26°      Betr. Std. 434,4   

Heute Morgen mal kein Wind, sondern spiegelglattes Wasser und Sonnenschein. Da lässt man sich doch gerne aufwecken.

Genüsslich Frühstücken und dann Paddeln unsere Gäste noch mal ans Ufer um Muscheln zu suchen und Krebse zu ärgern, bevor die vielen Badegäste wiederkommen.

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Kaum sind sie wieder bei uns gelandet und noch nicht mal an Bord, schreit Isabella schon wieder dass sie ins Wasser zum Schwimmen will. Aber das wollen wir alle noch mal in dieser schönen Bucht, denn sehr warm ist es ja auch. Danach machen wir uns startklar zum Segeln. Isabella verlangt jetzt schon selbständig nach ihrer Weste und ihrer Leine zum Sichern. Sie hat keine Angst, auch heute nicht, obwohl wir wieder gute Fahrt machen, bei Amwindkurs und 20° Schräglage.

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Sie fragt Opa, oder besser gesagt den Käpten Opa, ob sie wieder steuern darf. Darf sie natürlich, doch nach einer Weile wird ihr kalt und sie verkriecht sich eine Zeit hinter dem schützenden Sprayhood. Bei durchschnittlich 5 Knoten Fahrt sind wir recht zügig beim Leuchtturm, dann machen wir noch eine letzte gemeinsame Wende und steuern auf unsere Bucht zu, als John auf einmal zwei Delfine sichtet. Nur Isabella sieht sie nicht, für ein Foto reicht die Zeit auch nicht, viel zu schnell sind sie wieder weg.

In der Bucht angekommen ankern wir auf 4 m.
Wir schwitzen, das bedeutet alle gehen ins kühle Nass. Isabella wird nicht müde immer und immer wieder mit Begeisterung vom Boot ins Meer zu springen.

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Nun wollen wir alle mal Richtung Ufer. Wolfgang, Nici und Isabella rudern. John schwimmt rüber und ich schnorchle mal das Ufer ab. Ein paar Muscheln für Isabella habe ich schon gefunden.

Opa hat die neue Strickleiter mit im Schlauchboot, die soll nach Jahren endlich mal ausprobiert werden. Nici schafft es mit Mühe über die Leiter vom Wasser ins Beiboot zu klettern. Isabella nur, weil Opa die Leiter festgehalten hat und John hat es nicht probiert. Ich habe die wackelige Angelegenheit später mal getestet, es aber auch nicht geschafft, genau wie Opa. Da sind wir wohl etwas zu unsportlich, oder kennt jemand eine gute Technik um mit Strickleiter ins Dinghi zu kommen.

Nach so viel Anstrengung haben wir Hunger bekommen. Isabella möchte heute einen Nachtisch machen, dazu schnippelt sie Obst und ich mache den Milchreis dazu.

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Nach einer kleinen Verschnaufpause will unsere Keine, wie soll es anders sein noch mal ins Wasser, dazu fordert sie ihren geliebten Opa auf. Der geht natürlich wieder mit. Wir beobachten die Beiden vom Boot aus und amüsieren uns köstlich.

Mal will sie vom Heck des Bootes, mal vom Dinghi ins Wasser springen. Dann schwimmt sie auf dem Rücken, versucht es mit kraulen, das sie heute Nachmittag von ihrer Mama gesehen hat, oder probiert normal vorwärts zu kommen. Das gefällt ihr so gut, dass sie immer wieder im Wasser das Singen anfängt. Auf einmal sagt sie:“ Los Opa ich will jetzt ums Boot schwimmen“. Was sie auch mehrfach getan haben. Das Kind ist gar nicht mehr zu bremsen.
Aber dann muss sie halt doch mal aus dem Wasser, vorher gibt es noch eine Waschung am Heck des Bootes.

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Jetzt wird alles ruhiger, wir trinken unser Anlegebier an Deck, dann gehen erst Nici und Isabella, etwas später John in die Koje. Nur wir bleiben wie immer noch lange an Deck und genießen die schöne vom Mond erleuchtete Nacht. Allerdings werden wir von lauter Musik, die vom Hotel herüber schallt, berieselt, wie immer hier. 

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Badespaß

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Samstag 13.08.2016  

44°46,62 N  013°55,02 E     Log 2525,6   0sm     Ankern 7m Schlamm

Festland Bucht Portic Luft 24°  W 24,5°      Betr. Std. 433,8   

Da es im Moment noch etwas windig ist haben wir viel Zeit zum Frühstücken.

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Danach wollen sich John, Nici und Isabella mal aufmachen und das gegenüberliegende Ufer erkunden. Dazu ist Rudern angesagt, Nici opfert sich weil die anderen es noch nicht können. Hups, da steht ja ein Schiff im weg.

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Wir und die Mannschaft von dem Schiff müssen lachen. Nach dem kleinen Malheur geht es weiter zum Ufer. Dort sucht Isabella mit ihrer Mama Muscheln und Schneckenhäuser während John das Dinghi hält, damit es nicht ans Ufer klatscht.

In der Bucht herrscht mittlerweile reges treiben. Die Bucht ist voller Menschen und Boote.

Als die Dinghimannschaft wieder zurück ist, will Isabella unbedingt ins Wasser. Also geht die ganze Mannschaft mit. Sehr lange bleiben wir aber bei dem Wind nicht im Wasser.

Zur Stärkung machen Nici und ich das Mittagessen, während Opa mit Isabella eine Runde Schach spielt.

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Müde vom vielen Rudern und Paddeln machen Nici und John danach ein kleines Nickerchen. Isabella ist nicht Müde und will beschäftigt werden.

Vorerst ist sie mit einer Scheibe Brot zufrieden. Das zerrupft sie in winzig kleine Stücke und füttert die Fische damit. Vor Freude quiekt sie, wenn die Fische hoch springen, nach dem Brot schnappen und sie dabei voll Wasser spritzen.

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Nach der Fischfütterung macht Opa mit ihr und Olaf noch ein Fotoshooting auf dem Vorschiff, da sie noch ein Foto für ihr Gewinnspiel braucht.

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In der Zwischenzeit sind Mama und Papa auch wieder erwacht und wir gehen alle noch mal eine Runde Baden. Mama zeigt ihr wie man einen Köpfer macht und Papa springt einen „Reiser“. Dann will Isabella auch springen, mal von der Luftmatratze mal von der Badeplattform. Opa hält alles im Film fest.

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Nach dem Badevergnügen, macht Oma alle mit der Körperpflege am Meer vertraut.

Jetzt wird es so langsam Abend und die Badegäste verlassen die Bucht. Es bleiben aber noch 36 Boote hier die Übernachten wollen, genauso wie wir.

Wir lassen den Tag so langsam ausklingen, mit lesen, spielen und beim Sonnenuntergang ein Bier auf dem Vorschiff trinken.

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