Schiffe im Nebel

image_pdf

Donnerstag 16.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 9° W 9° Betr. Std. 439,5

0,8°C zeigt unser Thermometer. Brrrr, draußen ist alles weiß, die Boote, der Steg und unser Auto, alles gefroren. Eine halbe Stunde später lässt die Sonne das Ganze gleich wieder besser aussehen.

Gemeinsam machen wir einen Morgenspaziergang ins Dorf und kaufen Brot.

Zurück am Steg hören wir laute Schläge. Als wir wahrgenommen haben, dass sie von unserer Luxusyacht gegenüber kommen, sind wir schon sehr verwundert. Sie ist noch nicht mal zwei Jahre alt und schon sind Reparaturen notwendig. Dazu werden doch einige recht große Flächen an ihrem Rumpf aufgeschlagen.

DSC06249

Gut gelaunt mache ich mich ans Werk unser Boot abreisefertig zu machen. Da mir dabei warm geworden ist, öffne ich die Dachluke. So zwischendrin ist Wolfgang mal vorbeigekommen und bemerkt auf einmal, dass etwas dunstiges durch die Luke hereinzieht. Wir sehen genauer nach. Draußen war plötzlich dicker Nebel.

Im Wetterbericht hieß es zwar heute mal, stellenweise ist Nebel möglich. Aber das hatten wir bisher noch nie so direkt erlebt, doch heute sitzen wir mitten drin.
Schnell schließen wir unsere Luke.
Dann scheint wieder die Sonne und der Spuk ist vorbei, dachten wir.

Nachmittags hatten wir uns fest vorgenommen im Sonnenschein noch einen vorerst letzten Spaziergang am Strand zu machen. Doch das war nicht möglich, zumindest nicht im Sonnenschein. Wieder saßen wir im Nebel. Unseren Spaziergang zum Strand machten wir aber trotzdem. Unterwegs treffen wir noch einige Gleichgesinnte.

Hier ist der Nebel auch so dicht, dass man die eigentlich schöne Hafeneinfahrt hinter Wolfgang nur erahnen kann.

DSC06261

Wir bleiben nicht lange hier.

Zum Vergleich die große Motoryacht heute morgen und jetzt ist sie ganz schön blass geworden.

DSC06251DSC06268

Die Schiffe an den Stegen gegenüber können wir auch nur noch an leichten Umrissen ausmachen.

DSC06270

Und wir sind mit nassen Haaren und Jacken nach hause gekommen. Das war schon recht ungemütlich.
Zum Glück sind unsere  Sachen zum Großteil schon im Auto verstaut.
Wir machen uns jetzt fertig und gehen essen, denn gekocht wird heute Abend nicht mehr an Bord.
Im Volaria, sind wir eine ganze Weile die einzigen Gäste. Dann treffen doch noch zwei unterschiedliche Paare ein. Kein Wunder, bei so einer Suppe, schickt man ja nicht mal seinen Hund vor die Haustür.

Vor der Tür ist der Nebel noch stärker geworden, jetzt sieht man fast die Hand vor den Augen nicht mehr. Um uns herum, die Straße, der Steg, einfach Alles ist patsch-nass, als hätte es aus Eimern gegossen.
Ganz vorsichtig laufen wir über unsere nasse, glatte Gangway. Jetzt freuen wir uns mal wieder über unsere nachträglich angebrachten Holzsprossen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Nuss geangelt.

image_pdf

Mittwoch 15.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 12° W 9° Betr. Std. 439,5

Wolfgang möchte ja nur das Brett vom Bugspriet abschrauben, damit wir es zuhause schleifen und neu lackieren können.
Als er damit zu mir unter Deck kommt, sagt er: “Meine 8er Nuss ist ins Wasser gefallen“, darauf hin frage ich nur:“ Willst du ins Wasser und tauchen?“ Das wollte er natürlich nicht, sondern er brauchte mehrere Meter dünnes Seil. Haben wir aber nicht. Also greife ich mal wieder in mein kleines Köfferchen und hole ein Knäuel, so ne Art Schnur heraus. Das sollte wohl reichen. Nun holt Wolfgang noch seine zwei Magneten, bindet sie an die  Schnur und geht damit an Deck. Kurz darauf kommt er freudestrahlend mit Nuss zurück. Er hat eben mal ein bisschen geangelt.

Da heute ein frischer Wind pfeift, wollen wir nicht so sehr weit laufen, deshalb werden wir uns mal wieder am Trockendock etwas umsehen.

Unterwegs sehen wir die Policija rumhängen. Sie wird regelrecht mit Wasserstrahlen bombardiert.
Na ja, eigentlich ist es ein Polizeiboot und das wird im Kran hängend mit einem Dampfstrahler gesäubert. Die Mannschaft dazu stand in unmittelbarer Nähe und beobachtete die ganze Aktion.

DSC06241 DSC06240

Ein Stückchen weiter vorne sehen wir den langen Steg, der gestern im Schubverband bei uns am Schiff vorbei fuhr. So wie es aussieht, wird der Steg mit Strom und Wasserkästen aufgerüstet. Ob noch etwas dazukommt, entzieht sich unseren Kenntnissen. Von hier scheint der Steg aber nicht zu sein, weil wir hier keine Schwimmstege haben.

DSC06242 DSC06246

Am Trockendock wird kräftig gearbeitet. Da halten wir uns aber lieber nicht so lange auf, denn da wird gerade ein Schiff abgestrahlt. Der Wind sprüht das nach altem Fisch riechende Wasser bis zu uns herüber. Da haben wir keine Lust drauf. Deshalb kehren wir lieber um und setzen uns in unser geschütztes Cockpit wo wir in aller Ruhe ein Bier trinken.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Kettenrasseln

image_pdf

Dienstag 14.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 12° W 9° Betr. Std. 439,5

Letztes Jahr wurden einige von unseren Kettenmarkierungen beim einlassen und hochziehen des Ankers gesprengt und lagen im Ankerkasten. Diese wollen wir heute ersetzen und gleich noch die Gesamtlänge der Kette nachmessen.
Von der Edelstahlkette haben wir 26m und von der verzinkten Kette, die wir mit einem Schäkel mit der Edelstahlkette verbunden haben, messen wir noch mal 52m. Das wären zusammen 78m Kette, das ist doch recht ordentlich.

DSC06222

Jetzt legt sich Wolfgang noch auf den Bauch, um besser mit den Armen in den Ankerkasten zu gelangen und die Reste der alten Markierungen zu bergen. Ich bin leider zu kurz dazu.
Da sich am Kastenboden auch noch etwas Schlamm abgelagert hat, wird dieser erst noch herausgespült. Danach gibt es noch ein Frischwasserbad für die Ankerkette, bevor sie wieder rasselnd in ihren Ankerkasten zurückgelassen wird.

In der Zwischenzeit, fährt ein Schubverband mit Hilfe unseres Feuerwehrbootes, das sichtlich momentan nichts zu tun hat, mit einem langen Stück Steg im Schlepptau, ganz langsam in der Fahrrinne vorbei.

DSC06230

Später lässt Wolfgang mal zum Test unsere Drohne vom Schiff aus starten. Kurz überfliegt er den Luftraum in nächster Nähe, um mal unsere Samoa aus einer anderen Perspektive fotografieren und filmen zu können.

DJI_0031

Gelandet wird dann vorerst sicherheitshalber doch lieber auf dem Steg vor unserem Schiff.  Landung gelungen. Die Aufnahmen sind auch toll geworden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Drohnenflug

image_pdf

Montag 13.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 11° W 9° Betr. Std. 439,5

Wolfgang hat sich heute geopfert und ist vor dem Frühstück in den Nachbarort gelaufen um frisches Brot zu kaufen. Sehr lecker, mittlerweile gibt es auch hier etwas mehr Brotsorten zur Auswahl.
Später fuhren wir dann zum Handwerker-Markt Peem. Dort haben wir tatsächlich unsere lange gesuchten Schraubenabdeckungen für unsere Luken gefunden.

DSC06217

Da uns die Sonne auch heute wieder lacht, geht es gleich weiter nach Verudela.

Dort schnappt sich Wolfgang seinen kleinen quaderförmigen Koffer und ich wie immer meine Kamera und ab geht es an den Strand.
Außer uns keine Menschenseele weiter hier, das ist super für Wolfgangs Vorhaben.
Er stellt sein Köfferchen auf eine geeignete Unterlage, was heute ein Fußweg ist und packt seine wertvolle Fracht aus. Mit Vorsicht und Geduld ist sie dann startbereit, die Drohne.

DSC06199

Während ich am Ufer einen kleinen Krebs verfolge,

DSC06203

mich mit ein paar schönen Steinen eindecke und ungekämmtes Seegras entdecke,

DSC06210 DSC06212

überfliegt unsere Drohne die Bucht.

DSC06211

Sie liefert uns schöne Aufnahmen von oben und manchmal winke ich ihr auch zu.

DJI_0028 DJI_0027 DJI_0026 DJI_0025 DJI_0020 DJI_0014 DJI_0011DJI_00172017-02-13

Nach etwa 20 Minuten muss sie leider wieder landen, damit sie nicht wegen leerem Akku ins Wasser fällt. Start und Landung haben prima geklappt. Nur das Umstellen von Fotografieren und Filmen muss Wolfgang noch etwas üben, wie er meint. Dazu wird er sicher noch viele Gelegenheiten haben.

Wieder zuhause ersetzte er dann die zerbröselten Schraubenabdeckungen mit den neu gekauften.

Da wir zur Zeit bei dem Gezeitenwechsel nur sehr wenig Wasser unter dem Kiel haben, liegt natürlich auch unser Steg immer mal wieder frei. Es fehlen bestimmt noch 20 cm Wasser bis Stegunterkante. Hier und an den Seitenwänden haben sich Muscheln angesiedelt, die natürlich auch immer mit zum Vorschein kommen.

 DSC06219 G DSC06219

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Sonne am Sonntag

image_pdf

Sonntag 12.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 11° W 9° Betr. Std. 439,5

Nach langem Ausschlafen, raus aus dem Schiff und rüber zu den Sanitäranlagen.

Der Weg dorthin war ja schon Frühjahrsputz für`s Gemüt. Die Luft, hervorragend, man konnte so richtig gut durchatmen, dazu milde Temperaturen und Sonne. Das sorgt für gute Laune.
Wolfgang hat später die kaputte Dichtung vom Außenborder ersetzt. Das war auch schon alles, was wir so an Arbeit heute am Schiff gemacht haben. Wir pilgerten lieber ans Meer nach Pješčana Uvala.
Dort war ich mal kurz im Wasser, aber nur mit den Füßen und da waren die Schuhe dran, es kam nämlich gerade eine kleine Welle angerauscht.
Die Suche nach interessantem Strandgut war nicht sonderlich erfolgreich. Außer ein paar winzigen Schneckenhäuschen war nichts derartiges zu finden. So lenkte ich mein Interesse auf schöne Steine am Ufer.

DSC06184 DSC06185 DSC06191 DSC06190

Nass sehen sie wunderschön aus, mal sehen wie sie in zwei Tagen aussehen, wenn sie kein Wasser mehr umschmeichelt.

Ansonsten sitzen wir auf einer Bank im Sonnenschein und schauen aufs Wasser.

DSC06186


Viele Einheimische tun das gleiche, nur die Kinder spielen am Strand und schaufeln im Sand oder im Kies.
Hier lässt es sich aushalten.
Braungebrannt, naja eher aufgewärmt gehen wir zurück, denn ich will ja heute den Mangold kochen.
Im ganzen Boot „duftet“ es später nach Knoblauch, der frisch, kurz vor dem Servieren zum Gemüse gegeben wird.
Das Essen ist ein Gedicht, oder so ähnlich, hat Wolfgang gemeint. Naja, eigentlich hat er nur gesagt, dass es sehr gut ist, aber das bedeutet in Oberfranken das gleiche.

DSC06194

Das freut natürlich den Smutje und die Mannschaft.
Mehr erwähnenswertes gab es heute nicht zu berichten.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Das alte Pula

image_pdf

Samstag 11.02.2017
44°50,61 N   013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 10°   Betr. Std. 439,5

Unsere Anfahrt gestern, war schon sehr lange nicht mehr so entspannend. Selbst mit einem Zwischenstopp in München, um noch kurz was dienstliches zu erledigen, haben wir gerade mal 10 Stunden gebraucht. Keine Staus und keine Baustellen. Da wurden wir mal wieder so richtig verwöhnt.
Bei unserem zweiten Zuhause werden wir am Abend mit lauschigen 10° und Windstille empfangen.

In der Nacht hat es angefangen zu regnen, aber am Morgen war es dann auch schon wieder vorbei mit dem Regen. Es gab zwar noch eine Weile dicht bewölkten Himmel, aber gegen Mittag kam dann die Sonne heraus.

Wir wollten auch raus und machten uns zu allererst auf den Weg zur Post, eine wichtige Botschaft abgeben. Danach fuhren wir zum Hafenamt, um unser diesjähriges Permit und die Kurtaxe zu bezahlen. Hier war diesmal ein jüngerer Hafenkapitän in Freizeitkleidung und zerzausten Haaren. Der wollte keine Papiere sehen und war sehr unkompliziert. So schnell hatten wir diese Angelegenheit auch noch nie erledigt.

Unser kurzfristiger Entschluss, wir könnten uns doch morgen frischen Mangold zubereiten, ließ uns zum Markt spazieren. Dort haben die meisten Verkäufer bereits ihre Stände leergeräumt. Frischen Mangold und Kartoffeln bekamen wir aber trotzdem noch. Jetzt eilen wir noch in die Markthalle, um für das Menü hoffentlich noch Koteletts zu ergattern. Die meisten Fleischtheken waren auch schon geschlossen, aber auch hier hatten wir Glück. Fisch gab es gar keinen mehr, aber den wollten wir heute auch nicht.

Da das schöne Wetter uns so gute Laune bescherte, machten wir noch einen Rundgang im westlichen Pula.
Ein paar Straßen oder eher Gassen weiter, sitzt ein alter Mann umringt von vielen Tauben.   Er füttert sie sogar aus der Hand. Sie haben keine Angst vor ihm, im Gegenteil, immer wieder fliegt eine oder auch mehrere auf seinen Arm und lassen sich von dem alten Mann küssen. Die Tauben scheinen seine ganze Freude zu sein. Voller Stolz hat er in meine Kamera gelächelt. Welch ein glücklicher Mensch.

DSC06133

Wir gehen weiter und kommen zum Brunnen am Dante – Platz.

DSC06139

Nebenan können wir in einen Hinterhof blicken, der auch schon bessere Tage gesehen hat.

DSC06142

Gegenüber vom Brunnen entdecken wir eine alte Kirche,  mit ihren beeindruckenden Glocken. Unter den Bewohnern von Pula als Misericordia bekannt.

DSC06149 DSC06145

Eine Straße weiter, steht ein für uns auffälliges Haus, hier ist es aber nichts besonderes.

DSC06165

So, jetzt kommen wir zum Platz der Republik, der von den Einheimischen aber Forum genannt wird. Hierher werfen wir zuhause immer mal einen Blick, von der Webcam aus, die auf dem Balkon angebracht ist.

DSC06154

Gegenüber steht  der Augustus-Tempel aus dem ersten Jahrhundert nach Christus.

DSC06156

Der Mann zwischen den Säulen, ist kein Römer und auch nicht ganz so alt, sondern Wolfgang mit unserem Einkauf.
Gleich daneben steht das Haus der Stadtverwaltung mit seinen vielen Flaggen.

DSC06155

Wir führen unseren Weg fort und kommen zu einem Turm, der mit dem Hl. Thomas in Verbindung steht. Da müssen wir noch recherchieren.

DSC06166

Auch hier direkt nebenan eine Kirche. Es ist die Kathedrale Maria Himmelfahrt. Sehr interessiert mache ich einige Fotos.

DSC06173 DSC06175 DSC06176

Dabei werde ich von einem Mann, der vor einem kleinen Kaffee sitzt angesprochen. „Hallo Senora“, „italiano?“ ich zurück „Njemacka“.
Dann will er mir auf kroatisch erklären, wie ich in die geschlossene Kathedrale kommen kann, um sie zu besichtigen. Ich gebe Wolfgang Bescheid, doch der will lieber weiter.

Auf den Weg zu unserem Auto, kommen wir noch in den Genuss von moderner Kunst.

DSC06180

Der Künstler der diese Skulptur bemalt hat, sorgt beim Betrachter für eine gewisse Verwirrung.
So, für heute haben wir genug gesehen, wir fahren zurück zum Schiff.

Am Abend gehen wir ins Volaria essen. Dort werden wir von Martha herzlich begrüßt.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Schöner September

image_pdf

Freitag 01.10.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5

Heute am letzten Tag müssen wir erst noch das Chlor aus den Wassertanks lassen. Dann wischt Wolfgang sie noch aus und wir müssen sagen, es ist super wenn alles fast klinisch rein ist. So gut wie keine Beläge, auch aus dem Warmwasserboiler kommen keine Ablagerungen mehr heraus. So sauber waren die Tanks wahrscheinlich noch nie. Ein gutes Gefühl, denn wir kochen ja auch mit dem Wasser. Danach mache ich noch Herbstputz unter Deck, dann sind wir fast fertig. Einen vorerst letzten Spaziergang machen wir noch mal zum Trockendock.

Beim durchlaufen entdecken wir die Onze von unseren Schweizern. Möglicherweise waren sie hier als wir noch draußen waren, um sie auch an Land zu stellen. Schade, wir hätten sie gerne getroffen. Ansonsten stehen noch ein paar Boote mehr zum Verkauf an.
Aber wir brauchen ja keins, wir haben ja unsere gemütliche Samoa.
Zurück am Schiff trinken wir bei herrlichsten Sonnenschein noch ein Bier und relaxen in der Sonne.

Als wir ins Volaria zum essen gehen, sind unsere drei slowenischen Nachbarn auch hier eingetroffen.
Dort sehen wir den Wetterbericht für die nächsten Tage. Es soll Yugo mit ordentlichen Böen geben, dazu Regen und eventuell Gewitter.
Da hatten wir richtig Glück mit unserem Wetter. Es war ein wunderschöner September und ganz ohne Stress und Hektik, doch leider ist alles mal wieder viel zu schnell vergangen. Wir werden unsere Samoa über den Winter bestimmt vermissen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Neue Nachbarn

image_pdf

Freitag 30.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2     0 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5

Morgens ist jetzt alles klatsch nass oben an Deck und es ist fast Mittag bis es wieder trocken ist. Uns macht das erst mal nichts aus, denn wir haben unter Deck zu tun. Chlor in die beiden Tanks kippen und dann das Wasser aus dem Warmwasserboiler blasen, wie jedes Jahr.
Anschließend fahren wir nach Medulin zum „ Fachgeschäft“ für Johnson Motoren. Wolfgang braucht noch ein paar Ersatzteile für unseren Außenborder, darunter einen kleinen O-Ring. Dort angekommen, wir wissen jetzt ja wo der Laden ist, dürfen wir feststellen, dass der gut deutsch sprechende Verkäufer nicht mal die einfachsten Ersatzteile auf Lager hat. Er kann alles bestellen, aber es dauert eine Woche, bis die Teile hier sind, wie beim letzten Mal. Wir sollen es doch mal in Veruda versuchen, die haben einen großen Service.
Dieser Service ist schräg gegenüber von unserem Steg und wir glauben ja dass sie nichts haben, weil sie ja auch keine Johnson Außenborder führen, aber Wolfgang versucht trotzdem mal sei Glück. Wie schon vermutet, kein Glück. Also bestellen wir zuhause im Internet. Jetzt muss der Johnson halt erst mal warten.

Zwölf Uhr ist jetzt auch durch und wir können von Christina unsere Wäsche abholen.
Danach werden die Winter- und Springleinen angebracht und neue Nachbarn kennengelernt. Uli und Sonja sind deutsche aus dem schwäbischen Raum. Sie sind schon seit zwanzig Jahren hier. Ihr kleines Motorboot, war bei ihrer Ankunft einfach weg und an unseren Steg verlegt worden. An Steg 11 liegen jetzt zwei große Schiffe, dafür mussten die kleinen halt weichen. Jedenfalls haben wir uns lange und ausgiebig miteinander unterhalten. Demnächst wird ihr Schiffchen über den Winter an Land gestellt wie unserem Willi seine Segelyacht, die ist heute morgen ans Trockendock gestellt worden.

Bei unserer Brotzeit haben wir uns überlegt wie wir hier weiter verfahren wollen, denn ab Sonntag soll es regnen. Da wir mit unseren Arbeiten ziemlich durch sind, könnten wir schon am Sonntag nach hause fahren. Hoffentlich fahren dann nicht alle Franken gleichzeitig los, die hier in der Marina sind. Überhaupt haben wir das ganze Jahr über nicht so viele Deutsche hier gesehen wie im Moment.
Alle putzen und motten ein. Auch an den beiden Kränen wird seit dem frühen morgen ein Schiff nach dem anderen herausgehoben, wie am Fließband.

Samoa0294-001

Das Wochenende und das schöne Wetter bieten sich dafür an.
Zwischendrin fährt mal ein Schwimmsteg als Transporter vorbei.

Samoa0294-002

Wir fahren nicht, sondern spazieren los und wollen noch ein Eis kaufen.
Unterwegs entdecke ich ein Schiff für Hochseesportangeln.

Samoa0294-003

Da muss man sich aber gut orientieren um bei den vielen Rutenhaltern nicht den Überblick zu verlieren.
Ja und zu unserem Eis kam unverhofft vorher noch ein Steak und eine Pizza dazu.
Durch den verlängerten Aufenthalt im Škuža, fröstelten wir ein bisschen auf dem Nachhauseweg.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Zurück in Veruda

image_pdf

Donnerstag 29.09.2016
44°50,61 N  013°50,57 E     Log 2595,2      3 sm Steg
Marina Veruda  Luft 22°  W 21°      Betr. Std. 439,5


So langsam wird es frisch, auch das Wasser, es hat heute morgen nur noch 20°. Wir wollen die Saison mit einem letzten Bad im Meer beenden. Es fühlte sich angenehmer an als zuerst geglaubt, darum durfte es auch ein bisschen länger sein. Als wir aus dem Wasser kamen, hatte sich die Wassertemperatur auf 20,4° erhöht. So erhitzt waren wir doch gar nicht.
Beim Frühstück ertönt plötzlich Fluglärm, über unseren Köpfen flogen fünf Flugzeuge in Formation.

Samoa0293-001

Wir packen unsere Sachen zusammen und fahren aus der Bucht und überlassen sie jetzt den Einheimischen.

Nach kurzer Zeit waren wir wieder in der Marina Veruda. Dort gaben wir schnell unsere Bordwäsche zu Christina zum waschen. Da haben wir Glück gehabt, denn Morgen hat sie für dieses Jahr den letzten Tag geöffnet.
Anschließend war Boot schrubben angesagt. Log säubern und viele andere Kleinigkeiten.
Am Nachmittag als am Boot wieder alles trocken war, haben wir unsere Genua vom Vorstag genommen, sie grob am Schiff zusammengelegt, dann auf die Straße geschleppt,  dort ordentlich zusammengefaltet, in den dafür vorgesehenen Segelsack gesteckt und verräumt. Man war das eine Aktion.
Weitere Sachen verstauen und dann duschen gehen. Schnell war auch dieser Tag wieder vorbei.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Das umstürzende Fischerboot

image_pdf

Mittwoch 28.09.2016
44°49,18 N  013°52,00  E     Log 2592,3    5 sm   Ankern  4,5m Schlamm
Festland, Bucht Banjole     Luft 22°  W 20°      Betr. Std. 438,6 

Gestern Abend kam dann noch so ein kleiner Fischer direkt auf uns zu, als wollte er uns rammen. Ich schrie:“ Wolfgang, wir haben gleich eine Kollision, schnell komm rauf“. Er kam und sagte nur,: Das hat er letztens auch gemacht, wir haben nur noch kein Ankerlicht, ich schalt es ein“. Der Fischer drehte ab und machte das gleiche Spielchen mit einer der beiden anderen Segelyachten, die auch noch kein Licht an hatten.
Später bitte ich den Käpten, meine Schüssel mit den organischen Stoffen, sprich Salatabfall ins Meer zu entleeren. Was macht er, er wirft die Schüssel hinterher. Jetzt hatten wir ein durcheinander. Leuchte holen und Schüssel beim treiben beobachten, gleichzeitig unseren neu erworbenen Kescher aus der Backskiste kramen, zusammenstecken, den Motor laufen lassen und etwas rückwärts fahren, soweit es die Ankerkette erlaubt. Die Schüssel ist in greifbarer Nähe, leider ist der Käpten mit dem Kescher noch nicht so geübt, die Schüssel ist wieder weg getrieben und es waren nur Zwiebelschalen im Netz. Ein erneuter Versuch, in der Dunkelheit gar nicht so einfach. Wo ist jetzt die Schüssel, ok. gesichtet, Boot etwas rückwärts fahren, Kescher tief ins Wasser tauchen und Schüssel aufnehmen. Diesmal hat es geklappt.

Man haben wir hinterher gelacht. Das Spezialgebiet vom Käpten ist anscheinend Sachen über Bord zu werfen. Bis jetzt konnten wir ja immer alles wieder auffischen.

Heute morgen konnten wir dann den Schaden an dem maroden Gebäude gut sehen.

Samoa0291-002

Direkt über der links stehenden Säule ist ein großer Teil vom Sturz, bis über die Mitte hinaus einfach runter gefallen. Auch heute scheint es keinen zu interessieren.

Zu interessieren scheint die Wasserqualität, vermutlich sind es Biologen die gerade eine Probe davon nehmen. Ihr Boot, mit der Aufschrift „Meeresschule“ steht am Anfang der Bucht.

Samoa0291-001

Das Meer funkelt im Sonnenschein, als wären hier tausende von Sternen aber es ist etwas kühler geworden.

Samoa0291-003

Wir brechen im strahlenden Sonnenschein auf und setzen noch in der Bucht unsere Segel, das hatten wir auch noch nicht gemacht. Außerhalb der Bucht ging ganz schön die Post ab. Mit fünf bis sieben Knoten Fahrt, in voller Schräglage zischen wir dahin. Nach nur einer Stunde sind wir in der Bucht Banjole. Hier ist es wie ausgestorben, keine Touristen mehr hier. Das Hotel und die Läden drum herum haben bereits geschlossen. Es wird Herbst.

In der kleinen Werft von Andraš gibt es noch immer viel zu tun. Nebenan am Steg wird gerade ein Boot in Schlepptau genommen und auf die andere Seite zur Mole gezogen, wo sonst immer die Fischerboote liegen.

Samoa0291-004 Samoa0291-005

Dort wartet bereits ein Autokran um es aus dem Wasser zu heben und auf den danebenstehenden Trailer zu stellen.

Samoa0291-006 Samoa0291-007

Wolfgang zerlegt inzwischen mal wieder unseren Johnson.

Samoa0292-001

Der Schalthebel war fest. Um an die Schaltwelle ran zukommen musste Wolfgang den Kraftkopf vom Schaft trennen.

Samoa0292-004

Ich wusste gar nicht, dass unser Johnson einen Kraftkopf hat.

Plötzlich ein fürchterliches Gerumpel. Am Ufer ist ein kleines Fischerboot vom Slip gerutscht.

Samoa0292-002

Ein Mann krümmt sich, hoffentlich hat er sich nicht zu sehr verletzt. Mit vereinten Kräften schaffen es ein paar Männer in kurzer Zeit, das Böötchen wieder auf den Slipwagen zu wuchten.

Samoa0292-003

Als es dämmerig wird fahren die Fischer raus aufs Meer und wir gehen noch mal eine Runde schwimmen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar